Bach auf 6 Saiten mit Walter Feybli

Ein akustischer Hochgenuss in der Alten Dorfkirche
vom 9. Februar 2020

Walter Feybli mit seiner Gitarre

Dass die Musik Johann Sebastian Bachs auf diversen Instrumenten wie Cembalo, Orgel, Klavier oder Violine ein akustischer sowie geistiger Hochgenuss ist, überrascht heute niemanden mehr. Dass jedoch eine Gitarre mit ihrem warmen, intimen Klang feinste, tatsächlich «unerhörte» Nuancen in Bachs Goldbergvariationen hörbar werden lässt und sich somit als Klangkörper ungeahnter Qualität erweist, war frappierend, und wurde von den zahlreichen Konzertbesuchern des Benefizkonzertes entsprechend mit lautem Beifall gewürdigt.

Der Gitarrist Walter Feybli, souverän und ruhig in seinem Auftreten, sorgte mit seinen Bach-Interpretationen für eine Mischung aus stillem Innehalten und wilder Begeisterung beim Publikum, was nicht zuletzt seinen detailreichen Erläuterungen  zu den einzelnen Werken zu verdanken ist, insbesondere zu seiner Adaption der berühmten d-Moll-Chaconne aus Bachs zweiter Partita für Violine solo.

So war es Feybli ein Leichtes, moderierend einen Draht zu seinen Zuhörern aufzubauen, wobei sein Spiel und seine Worte sich bestens miteinander verbanden und den ZuhörerInnen ein 75-minütiger Konzertabend geboten wurde, der gern noch weiter hätte andauern dürfen.

Bravo, lieber Herr Feybli und 1000 Dank!
Jermaine Sprosse


Konzert I – Kammermusik

vom 28. August 2019 in der Alten Dorfkirche Allschwil

Mit freundlicher Unterstützung durch den Rotary-Club Allschwil – Region Basel

Es spielten:
Karin Dornbusch (Allschwil), Klarinette, Helena Winkelman (Basel), Violine
Elisa Bösch (Basel), Violine, Alessandro d’Amico (Basel), Viola und
Käthi Gohl Moser (Allschwil), Violoncello

Werke von:
Wolfgang Amadeus Mozart
Helena Winkelman
Johannes Brahms und
schwedische Volksweisen

Zum Programm:
Von W. A. Mozart wird ein kaum bekannter Quintettsatz gespielt, der original nur als Fragment vorhanden war. Das Rondo mit einem Januskopf für Violine und Violoncello von H. Winkelman gleicht einem wilden Husarenritt mit spannenden Einsprengseln. Auf der Klarinette erklingen Melodien aus der schwedischen Heimat von K. Dornbusch. Den Abschluss macht das Klarinettenquintett op.115, das wunderbar lyrische Spätwerk von J. Brahms.

Zu den Mitwirkenden:
Die Klarinettistin Karin Dornbusch blickt auf eine beeindruckende Karriere als Solistin und Kammermusikerin sowie künstlerische Leiterin eines Kammermusik-Festivals in Schweden zurück. Sie hat nicht nur traditionelles Repertoire eingespielt, sondern auch zeitgenössische Musik.
Über die Schaffhauserin Helena Winkelman steht in einer Preisrede: …gehört zu den seltenen Begabungen, die sich sowohl als Interpretin wie als Komponistin eine eigene Handschrift erarbeitet haben… Wenn solche Fähigkeiten erweitert werden wie bei H. Winkelmans unstillbarer Neugier auch auf andere Genres wie Jazz, Volksmusik und Improvisation, kann man sich freuen auf jede Begegnung mit dieser Urmusikerin, die nebenher erfolgreich eines der interessantesten Schweizer Ensemble mit eigener Konzertreihe – Camerata Variabile – leitet.
Elisa Bösch aus Basel ist die Jüngste im Ensemble. Im Sommer 2018 erwarb sie ihr Bachelor-Diplom. Seit diesem Sommer absolviert sie bei Prof. Gottfried von der Goltz an der Universität Freiburg ihr Masterstudium. Sie ist Mitglied des Schweizerischen Jugend-Synphonieorchesters. Dank der Möglichkeit mit verschiedenen Professoren zu musizieren wird sie stark gefördert. Elisa Bösch gewann einige Preise und Auszeichnungen beim Schweizerischen Jugendmusikwettbewerb.
Alessandro d’Amico ist ein freischaffender hochvirtuoser Solisten, der sich immer wieder interessanten Kammermusikprojekten auch mit zeitgenössischer Musik verschrieben haben.
Musikalische Neugier prägt Käthi Gohl Moser ebenfalls in hohem Masse. Sie hat sich neben viel zeitgenössischer Kammermusik auch mit historischer Aufführungspraxis auseinandergesetzt und konzertierte in renommierten Ensembles auf mehreren Kontinenten. Verschiedene KomponistInnen schufen Werke für sie.

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